Nach 20 Jahren Wintererprobung in den Ruhestand

Johann Rempler (Daimler)

Johann Rempler (Daimler)

Nach 35 Jahren bei Daimler und 20 Jahren Wintererprobung geht Johann Rempler Ende Februar in den Ruhestand.

Der Dipl. Ing. kam 1995 das erst Mal nach Arjeplog. Seitdem war er in verschiedenen Projekten tätig und war jeden Winter 3 – 4 Mal vor Ort. 1997 erlebte er die Folgen des „Elchtests“ hautnah, er war in dem Projekt tätig, das für die gekippte A-Klasse das ESP entwickelte. „Ich habe damals aus der Presse von dem Elchtest erfahren“, erinnert er sich. „Das war natürlich ein Schock für uns alle, mit solchen Härtetests hatten wir nicht gerechnet.“ Daimler reagierte damals schnell und stattete alle A-Klassen mit serienmäßigem ESP aus. Aus dem kleinsten Mercedes wurde der sicherste Kleinwagen seiner Zeit und für die Branche war es ein Aufwind in einer Krisenzeit. Danach hat Johann Rempler mit Hydraulik Projekten, der C-Klasse und bis heute mit Nutzfahrzeugen und dem Mercedes Vito gearbeitet. Immer geht es um die Sicherheit der Fahrzeuge, ESP und Unterfunktionen wie Antiblockiersystem, Antriebsschlupfregelung, Antriebs- und Bremsmomentregelung, Motorschleppregelung, Untersteuerkontrolle und Rollmovementintervention.

Johann Rempler mit einem Testwagen (Daimler)

Johann Rempler mit einem Testwagen (Daimler)

Johann Rempler schätzt nicht nur die Arbeit hier oben. „Es ist etwas Besonderes, hier zu sein. Das Besondere ist, die Menschen kennen zu lernen“, erklärt er. Und das hat Johann Rempler während 20 Jahren Wintererprobung getan. Er geht auf die Menschen zu und hat viele Bekannte und auch Freunde gefunden. Auch einen Sommerurlaub mit seiner Familie hat er in Arjeplog verbracht. Gewohnt hat der Daimler-Mitarbeiter immer in Privathäusern. Dabei ist ihm der Kontakt zu den Hauseigentümern wichtig und natürlich die richtigen Mitbewohner. „In 2 Wochen kann viel passieren, wenn man so eng zusammen arbeitet und wohnt“, sagt er. „Aber bisher hat es immer geklappt und spätestens 3 Tage vor der Abreise ist alles im Lot, alle freuen sich auf zu Hause“.

Jetzt freut sich Johann Rempler erstmal auf seinen Ruhestand. Die Frage, ob er mal wieder nach Arjeplog kommen wird, beantwortet er ganz klar mit ja. „Ich war immer gern hier und habe mir fest vorgenommen, zum Angeln herzukommen und alte Bekannte und Freunde zu besuchen.“

Der Winterkurier wüscht Johann Rempler alles Gute für den neuen Lebensabschnitt!