Ärztliche Versorgung

Das Gesundheitssystem in Schweden wird vom Staat betrieben, daher gibt es gravierende Unterschiede zu Deutschland. Die Ausführung ist Ländersache. Die Länder (läns) sind mit den deutschen Bundesländern zu vergleichen, wobei der Förderalismus nicht so ausgeprägt ist, wie in Deutschland.
Hausarztpraxen gibt es nicht in Schweden, Ärzte und Fachärzte arbeiten in Ärztezentren (vårdcentral) und sind beim Land angestellt, in Arvidsjaur und Arjeplog also beim Land Norrbotten. Auch die Krankenhäuser werden vom jeweiligen Land betrieben.
Seit einigen Jahren gibt es auch private Ärztezentren, die sich selbst verwalten. Es gelten dort die gleichen Auflagen und Bedingungen, wie für die staatlichen Zentren. Für den Patienten macht es finanziell keinen Unterschied, ob er sich in einem staatlichen oder privaten Ärztezentrum behandeln lässt.
Sollten Sie in Schweden krank werden, wenden Sie sich an das lokale Ärztezentrum (vårdcentralen). In Arvidsjaur, Arjeplog und Älvsbyn gibt es jeweils eine vårdcentral. Nur in Notfällen wenden Sie sich an die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses in Sunderbyn/Luleå (akutmottagning).
Nehmen Sie Ihren Personalausweis und Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mit. Sie zahlen dann eine Praxisgebühr von 200 SEK, in der Notaufnahme 300 SEK. Haben Sie keine EHIC, müssen Sie die Rechnung vor Ort bezahlen und diese dann bei Ihrer Krankenversicherung einreichen. Die Ärztezentren akzeptieren in der Regel die Zahlung mit Kreditkarten.

©Kirsten Stelling